Skip to main content

Raubmilben gegen Trauermücken

Sie sehen Fruchtfliegen zum Verwechseln ähnlich, haben es aber nicht auf das Obst abgesehen, sondern auf die Topf- und Zimmerpflanzen, dann handelt es sich um Trauermücken. Die ausgewachsenen Insekten legen ihre Eier in die feuchte Erde der Pflanzen. Daraus entwickeln sich Larven, die die Wurzeln der Pflanzen anfressen.

Nicht jeder Pflanzenzüchter und Blumenfreund greift umgehend zur „chemischen Keule“ um den kleinen Schädlingen her zu werden. Denn es geht auch gut ohne Chemie. Wer Trauermücken und seine Larven erfolgreich bekämpfen möchte, der setzt kurzerhand Raubmilben ein.

Was sind Raubmilben?

Bei diesen Nutztieren handelt es sich um bodenlebende Raubmilben. Auch Phytoseiulus persimilis genannt. Sie gehören zur Gattungen der Spinnmilben. Diese Arten reihen sich unter die Spinnentiere ein. Die kleinen Tierchen werden in der Regel 0,5 mm bis 1 mm lang. Sie sind in etwa so groß wie die erwachsenen Trauermücken. Raubmilben zeichnen sich durch ihren kugeligen Körperbau aus. Ihre Vorderbeine sind auffällig lang, daher sind sie sehr mobil. Ihre Farbe reicht von Weiß bis ins rötliche Braun. Ihr Lebensraum muss genügend Luftfeuchtigkeit aufweisen. Da in Gewächshäusern nur wenig Luftfeuchtigkeit vorherrscht, sind sie dort eher selten anzutreffen. Die Raubmilbe wünscht eine Temperatur zwischen15 °C und 30 °C. Erst dann fühlt sie sich wohl. Ihr Speiseplan ist vielfältig und reicht von Trauermückenlarven über Käfer und Mücken. Tausendfüßler und Wurzelläuse verzerrt sie zudem. Vorrangig werden Raubmilben gegen Trauermücken Larven und Thrips Puppen eingesetzt. Diese Nützlinge können mehrere Tage und sogar Wochen ohne Nahrung auskommen, aus diesem Grund werden sie bei Pflanzenzüchtern bereits zwecks Vorbeugung gegen diverse Schädlinge eingesetzt. Sie erfüllen in Gewächshäusern, im Garten und auch bei Topf- und Zimmerpflanzen im Haus ihren Nutzen. Sie leben in der oberen Bodenschicht, da sie dort ihre Nahrung vorfinden.

Wofür werden Raubmilben benötigt?

Für die Bekämpfung von Schädlingen. Vorrangig für die Larven der Trauermücke. Sie brauchen dennoch einige Zeit, dass sie dem Befall her werden. Darum macht es Sinn, sie vorbeugend gegen Trauermücken und weitere Schädlinge einzusetzen.

  • Werden sie zur Verbeugung eingesetzt reichen 100 Tiere pro m².
  • Bei bestehendem Befall müssen 250 Tiere pro m² zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Handelt es sich um einen starken Befall, brauchen die Milben einige Tage, dass sie den Trauermückenlarven her werden. Ist ein sehr starker Befall, sollten nach 2 Wochen die Raubmilben erneut auf die Larven angesetzt werden. Das erhöht den Wirkungsgrad.

Raubmilben kaufen

Der Fachhandel bietet die Raubmilben zum Kauf an. Sie werden entweder auf einem speziellen Granulat oder auf Blättern geliefert und müssen kurzerhand über die befallenen Zimmerpflanzen verteilt werden. Am Ort, wo sich die Trauermücken befinden, ist das Gefäß, in dem sich die Milben befinden zu öffnen und der ganze Inhalt ist auf die betroffenen Pflanzen zu verteilen. Die Nützlinge sind umgehend nach dem Erhalt auf den Pflanzen auszubringen.

Vorteile der Raubmilben:

Hierbei handelt es sich um die natürlichste Art der Schädlingsbekämpfung und noch dazu sehr zuverlässig ist. Es kommt dabei keine Pflanze zu Schaden, denn sie rühren die Pflanzen nicht an. Ihr Augenmerk ist nur auf die Larven der Trauermücke gerichtet.

Nachteile der Raubmilben:

Sie können nur die Larven der Trauermücke bekämpfen, das erwachsene Insekt jedoch nicht.


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*